Würfelspiele sind schon seit Jahrtausenden bekannt und ein beliebter Gegenstand für die Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Es gibt mehrere Varianten von Würfelspielen, die mit einem, zwei oder mehreren Würfeln gespielt werden.

Spiele mit Pokerwürfel

Erst im 19. Jahrhundert kamen Pokerspiele mit Würfeln in den USA auf. Pokerwürfel haben keine Augen wie herkömmliche Würfel, sondern zeigen stattdessen Kartensymbole. Würfelpoker kann in drei verschiedenen Formen gespielt werden:

  • Eskalero
  • Poker Dice
  • Liar Dice

Die verschiedenen Würfelpoker-Spiele

Eskalero ist ein in Österreich sehr verbreitetes Würfelpokerspiel. Das Spiel kann von zwei Spielern gespielt werden. Dazu verwendet man einen Satz mit fünf Pokerwürfeln oder in manchen Fällen auch Augenwürfeln. Die Wurfergebnisse werden in einer Tabelle notiert. Darin werden die sogenannten Bilder sowie die Kombinationen der Würfe eingetragen. Danach werden die jeweiligen Punkte addiert und in der Tabelle notiert. Gewonnen hat der Spieler, der die höchste Punktzahl erreicht hat.

Bei Poker Dice werden ebenfalls Pokerwürfel verwendet. Die Würfel werden in einem Becher geschüttelt und danach geworfen. Es gewinnt der Spieler mit der höheren Pokerkombination.

Liar Dice wird oft auch als „verdecktes Würfelpoker“ bezeichnet und wurde vor allem von amerikanischen Soldaten gerne gespielt. Bei diesem Spiel sitzen sich die Gegner gegenüber und keiner sieht, was der andere Spieler gewürfelt hat. Aus diesem Grund ist es möglich, zu bluffen. Auch bei diesem Spiel gibt es mehrere Kombinationen, die sich in ihrem Wert unterscheiden.

Beliebte Würfelspiele

Neben dem Würfelpoker existieren noch andere Würfelspiele, die vor allem in den USA sehr beliebt sind. Dazu zählen beispielsweise Chuck a Luck oder Hazard.

Chuck a Luck ist an das englische Würfelspiel Hazard angelehnt, das bereits im 14. Jahrhundert gerne gespielt wurde. Hazard spielt man mit zwei Würfeln und Chuck a Luck mit drei Würfeln.

Die meisten Würfelspiele haben eine lange Geschichte. Viele davon entstanden bereits im Mittelalter, da es damals kaum andere Spielmöglichkeiten gab.