Die meisten klassischen Brettspiele sind für zwei Personen und werden mit einfachen flachen Spielsteinen gespielt. Dabei bekommt jeder Spieler seine eigene Farbe (in der Regel Schwarz oder Weiß) und es wird vor der ersten Partie mit zwei verschiedenfarbigen Steinen ausgelost, werbeginnt. Danach wird immer abwechselnd gesetzt. Das einfachste dieser Spiele, das man auch mit 2 Stiften auf einem 3×3 Felder großen Feld spielt, ist „Tic-Tac-Toe“. Es werden abwechselnd Kreuze bzw. Kreise gemacht, bis ein Spieler drei gleiche Symbole in einer Reihe hat (horizintal, vertikal oder diagonal). Schafft es keiner der beiden, ist die Partie unentschieden. Jeder kennt es und hat es sicher im Leben schon mal gespielt. Interessant ist, dass gerade Spiele wie „Tic-Tac-Toe“ oder “Mühle” dafür bekannt sind, dass niemend gewinnt, solange kein Fehler gemacht wird. Ein guter Einstieg ist, sich mit der Funktionsweise dieser Spiele etwas näher zu beschäftigen.

Die Strategie des Brettspiels

Brettspiele, bei denen keine Würfel oder andere Hilfsmittel zum Einsatz kommen, sind immer eine Art geistiger Wettkampf zwischen den beiden Gegnern. Bei den meistens Spielen geht man davon aus, dass es, genau wie bei Tic-Tac-Toe, keinen Gewinner geben kann, solange keiner der beiden Spieler einen Fehler macht, und das Spiel zwangsläufig auf ein Unentschieden oder Patt hinausläuft. Die Wahrscheinlichkeit, aber genau diese Fehler zu erzwingen bzw. zu provozieren, steigt mit der Komplexität des Spiels, die zum einen mit der Größe des Spielfeldes, zum anderen aber auch durch unterschiedliche Funktionalitäten der Spielsteine oder -figuren erzwungen werden kann. Es existiert also eine vergleichsweise Dynamik auf beiden Seiten. Denn genauso, wie üblicherweise der konzentriertere Spieler die Partie gewinnt, wird auch der weniger konzentrierte verlieren, sofern beide die Regeln in gleicher Weise beherrschen. Aus gewissen Spielsituationen heraus ergeben sich Möglichkeiten für bestimmte Taktiken, die man entweder kennt, oder auf die man durch Nachdenken auch intuitiv kommen könnte. Nur das dauert meist zu lange und so entstehen Fehler.

Die klassischen Brettspiele

Zu den bekanntesten und einfachsten Brettspielen gehört sicherlich „Mühle“, das im Grunde einem etwas komplexeren „Tic-Tac-Toe“ gleicht. Jeder Spieler bekommt 9 Steine, die zu Beginn gesetzt werden, und wenn alle Steine auf dem Brett sind, bewegt oder geschoben werden. Immer wenn ein Spieler 3 Steine in eine Reihe bekommt (Mühle), darf er dem Gegner einen Stein wegnehmen. Wer zuerst weniger als 3 Steine hat, verliert das Spiel, weil er ja keine „Mühle“ mehr machen kann.

Um Schieben und Springen geht es dagegen bei „Dame“, einem Brettspiel, das auf dem Feld eines Schachspiels gespielt wird. Wer dabei einen oder mehrere Steine des Gegners überspringen kann, darf diese vom Brett nehmen. Wer als erster keinen Stein mehr auf dem Brett hat, verliert die Partie.

Zu den komplexeren Spielen gehören „Schach“ und „Go“, wobei im Schach regelrecht zwei Mannschaften wie Armeen gegeneinander antreten und Go mehr die Größe und Komplexität des Spiels ausmacht. In beiden Spielen werden Weltmeisterschaften ausgetragen und man kann sehr berühmt und reich damit werden.

Natürlich gibt es noch viel mehr ähnliche Brettspiele, aber all diese Spiele haben nicht viel mit Glück zu tun, da sie einzig und allein auf der Strategie und Taktik der Spieler beruhen. Etwas anders sieht es da z. B. bei Backgammon aus, ein Brettspiel, dass mit Steinen und Würfeln gespielt wird. Die Meinungen gehen auseinander, ob Taktik oder Glück über das Spiel entscheidet.

Brettspiele sind auf jeden Fall sehr wichtig, die Persönlichkeit eines Menschen zu bilden und zu formen. Denn nicht umsonst waren die großen Könige und Feldherren meist auch Schachspieler.